Ana-Marija Markovina

Pianistin

Anton Urspruch

Complete Piano Works

Front Cover
CD 1
Fünf Fantasiestücke Op. 2

CD 2
Deutsche Tänze Op. 7
Variationen Op. 10

CD 3
Cinq Morceaux pour le Piano Op. 19
Op. 20 Cavatine & Arabeske
Op. 22 Präludium & Capriccio
Rezensionen

Ein Romantiker zum Entdecktwerden!

Diese meisterhafte Klaviermusik der Romantik stammt nicht von Brahms, Mendelssohn oder Schumann, sondern von Anton Urspruch. Nie gehört? Einer seiner Lehrer war kein Geringerer als Franz Liszt! Liszt förderte und schätze den jungen Urspruch sehr. Nicht nur als Pianisten, sondern vor allem als Komponist. Neben zwei Opern schrieb Urspruch zahlreiche Lieder, Kammermusik und zahlreiche Werke für Klavier. Die erste Gesamtaufnahme seiner Klaviermusik – fast drei Stunden Musik – ist jetzt erschienen mit der Pianistin Ana-Marija Markovina.

Wie das klingt? Hochromantisch, virtuos und  raffiniert gesetzt. Typisch für diese Stücke ein stetiges Auf und Ab in der Musik,. Echte Perlen, die sicherlich nicht nur was zum Hören sind sondern vielleicht auch für passionierte Klavierspieler zum Selberspielen. Die Auswahl ist groß, denn zum Werkverzeichnis von Anton Urspruch gehören viele  kurze  Stücke wie Fantasien und Tänze.

Fazit: Eine echte Entdeckung. Romantische Klänge, die für viele Musikliebhaber bisher unbekannt sind. Schade, denn gerade das Werkverzeichnis  der Klaviermusik von Anton Urspruch bietet vor allem kurze Stücke mit ganz  unterschiedlichen Charakteren. Die präsentiert Pianistin Ana-Marija Markovina Stück für Stück ganz prägnant, mit viel Phantasie für diese romantischen Klänge. Ein Hörerlebnis!
Susanne Pütz, 25.10.2017, hr2-kultur, Klassikzeit

Spätromantische Entdeckung – CD-Besprechung

Die Pianistin Ana-Marija Markovina entdeckt auf ihrem aktuellen Solowerk einen bemerkenswerten Komponisten neu. (…) Behutsam, kundig und mit dienender Leidenschaft taucht die kroatische Pianistin ein in die hochvirtuose, technisch mitunter kaum zu bewältigende Musik. Ihr Spiel beweist tiefes Gefühl, ohne in Gefühlsduselei abzugleiten. Es widmet sich kleinsten Details und drängt zugleich nach der großen Mitteilung.
Karsten Blüthgen, 29.09.2017, Freie Presse

Tönender Damast: Ana-Marija Markovina spielt Urspruch

Ein Leben zwischen Genie und Bürgerlichkeit: Anton Urspruch (1850–1907) studierte in Frankfurt bei Joachim Raff und war ein Protegé von Franz Liszt. Der Pianist, Dirigent und Komponist gehörte auch durch seine Heirat mit der Tochter des Musikverlegers Crantz zur Elite der virtuosen Salon- und Konzertkultur des reifen 19. Jahrhunderts. Die Pianistin Ana-Marija Markovina schwebt und schwelgt im klanglichen Raffinement von Urspruchs melodischen Reizen: Sie haucht in den Cinq Marceaux über die Tastatur und zeigt damit Urspruchs heimliche Neigung für Chopin. Die Fünf Fantasie­stücke weisen den Komponisten als Klangromantiker aus, der sich in Schönheitstrunkenheit nach der Veredelung des musikalischen Gedankens verzehrt. Ana-Marija Markovina zeigt das mit einem eindrucksvollen Gestaltungswillen. Und in Urspruchs Miniaturen der Deutschen Tänze legt sie die betörend süße Sehnsucht nach der verlorenen Einfachheit. Ein empathisches Credo für den fast Vergessenen.
Roland H. Dippel, 12.09.2017, Crescendo

Gefolgsmann von Liszt

Der Pianist und Komponist Anton Urspruch (1850-1907) scheint Ana-Marija Markinova ans Herz gewachsen zu sein. Regelmäßig spielt sie seine Werke im Konzert, und nachdem die Pianistin 2011 eine erste CD mit Urspruch-Werken  für Genuin eingespielt hatte, bringt sie nun mit ein weiteres Album bei Hänssler heraus.

Anton Urspruch gehört zu jenen Komponisten, die zu Lebzeiten hohe Anerkennung genossen, deren Ruf dann aber allmählich im Schatten berühmterer Zeitgenossen verblasste. Bei Unspruch war es in erster Linie Franz Liszt, dessen Schüler er war. Manches in Urspruchs Musik verleugnet den Lehrer nicht.

Dennoch sind es gerade die Eigenheiten von Urspruchs Musik – der Sinn für Form und Gestaltung, sein Gespür für Stimmungen, für melodische Linien einerseits und komplexe Strukturen andererseits, die Ana-Marija Markovina mit größter Hingabe und Einfühlung herausarbeitet. Es ist ein inniges Plädoyer für einen zu Unrecht Vergessenen der Musikgeschichte.

Ana-Marija Markovina returns to the Liszt pupil Anton Urspruch, and her analytical as well as highly sensitive performances are a convincing advocacy for Urspruch’s music.
Guy Engels, 02.08.2017, pizzicato

CD-Empfehlungen – Aus Frankfurt und der Welt

Nun hat sich die fabelhafte kroatisch-deutsche Pianistin Ana-Marija Markovina des pianistischen Gesamtwerks von Urspruch angenommen, und da kommt schon einiges zusammen – großenteils klein- und mittelformatige Stücke auf drei prall gefüllten Silberscheiben, nicht selten von etwas salonhafter Art; brahmsisch ausgreifend jedoch vor allem die Variationen Opus 10. Auch unter den Deutschen Tänzen (eine schubertische Bezeichnung) gibt es manche Perlen. Am meisten zeigen noch die frühen Fantasiestücke op.2, wie viel Mühe Urspruch hatte, sich vom Einfluss Robert Schumanns – dieser warf über die deutsche Klaviermusik einen ähnlich starken Schatten wie Wagner auf die Musikdramatiker – zu lösen. Urspruch (1850-1907) war da nicht der Einzige, der es nicht leicht hatte, seine eigene Klaviersprache zu entwickeln.
Hans-Klaus Jungheinrich, 19.07.2017, faust-kultur.de

Ana Marija Markovina: Anton Urspruch – Complete Piano Works

Ob Wagners „Parsifal“ in der Version für Klavier vierhändig oder das pianistische Gesamtwerk von Carl Philipp Emanuel Bach, Hugo Wolf oder Luise Adolpha Le Beau – die kroatische und heute in Köln lebende Pianistin Ana-Marija Markovina liebt es, „Spuren im Neuschnee zu hinterlassen“.

Auf der Suche nach Komponisten zwischen Brahms und Wagner, die unermüdlich Inspiration lieferten, ohne selbst im Zentrum des Ruhmes zu stehen, stieß sie nun auf das Klavierwerk des Frankfurter Komponisten und Liszt-Protegés Anton Urspruch. Ob in den Fantasiestücken op. 5, Deutschen Tänzen op. 7, Präludium und Capriccio op. 22 oder in den Cinc Morceaux op. 19 – Urspruchs Kompositionen erweisen sich mit Rückgriffen auf die Gregorianik sowohl an Klassik und Romantik geschult wie sie die harmonische Komplexität der Werke eines Liszt und Brahms spiegeln, zum Teil mit höchsten technischen Anforderungen gespickt.

Auf dieser drei CDs umfassenden Box gelingt es Markovina, mit großer Übersicht und Gestaltungskraft die pianistische Vielfalt eines Komponisten zu zeigen, der auf der Suche nach Authentizität – bei aller Komplexität – das Sangliche betont und „melodische Reinheit“ anstrebt.
Isabel Roth, 10.07.2017, MDR Kultur

 

Klangbeispiele

Fantasiestück Op. 2 No. 1

Deutsche Tänze Op. 7 Präludium

Deutsche Tänze Op. 7 Energico

Op. 22 Präludium

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